Rex on Tour – wenn der Hund auf Reisen geht

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21. August 2014 / geposted in Rat & Tat / 0 Kommentare / von Markus Hinterberger
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Heiß ist es. Die Sonne steht hoch am Himmel. Mit schwerem Reisegepäck beladen steigen wir aus dem Taxi. Hinter uns eine lange Anreise, vor uns der Urlaub. An der Rezeption erwartet uns nicht nur der übliche Check-In, nein. Denn wir werden nicht nur von einem freundlichen Angestellten des Hauses begrüßt, sondern auch von einem quirligen, neugierigen Hund. Marga schließt uns gleich ins Herz. Ein Hund im Urlaub, na sowas, mögen manche denken. Aber wer will schon ausgerechnet in der Freizeit auf seinen besten (tierischen) Freund verzichten? Eben, niemand. Oder nur wenige.

Fast die Hälfte der Hunde darf mit in den Urlaub

Laut einer Allianz Studie nimmt fast die Hälfte der Hundebesitzer ihren Vierbeiner „grundsätzlich“ mit in die Ferien. Das zeigt: Hunde sind nicht nur im Alltag treue Begleiter. Damit es den Haustieren aber nicht nur zu Hause, sondern auch auf (Auto-)Reisen gut geht, sollte man ein paar Vorkehrungen treffen.

Crashtest: Falsche Sicherung im Auto ist Todesfalle für den Hund

Wie ein aktueller Crashtest des Allianz Zentrums für Technik (AZT) zeigt, wird die richtige Sicherung des Hundes im Auto schnell zur Überlebensfrage. Der Grund dafür: Die Vierbeiner können schon bei Unfällen mit geringen Geschwindigkeiten tödliche Verletzungen davontragen. Beim Crashtest flog ein auf der Rückbank sitzender, ungesicherter Schäferhund-Dummy (35 kg) mit einer Aufprallkraft von 1,4 Tonnen auf das Armaturenbrett, das dabei zerstört wurde. Ein echter Hund wäre bei diesem Aufprall tödlich verletzt worden – und das bei einer Geschwindigkeit von lediglich 40 km/h.

Allianz Hundesicherung im Auto

Der Allianz Crashtest zeigte, dass eine unzureichende Sicherung schon bei geringen Geschwindigkeiten lebensgefährlich sein kann. © Allianz

Ablenkung durch einen Hund im Auto erhöht das Unfallrisiko

Ein zweiter wichtiger Grund, warum die Sicherung von Hunden im Fahrzeug mehr als empfehlenswert ist: Tiere, die sich frei im Auto bewegen, können den Fahrer leicht ablenken. Damit wird das Unfallrisiko deutlich erhöht. Und immerhin ist Ablenkung gemäß einer AZT-Studie mit einem Anteil von elf Prozent die dritthäufigste Ursache aller tödlichen Unfälle in Österreich.

Per Gesetz zur Hunde-Sicherung verpflichtet

Wer jetzt noch immer nicht restlos von der Haustier-Sicherung überzeugt ist, wird letztlich vom Gesetzgeber dazu verpflichtet. Eine fachgemäße Sicherung wird nämlich indirekt vorgeschrieben. In Österreich gelten Tiere juristisch als „Sache“ und fallen dementsprechend unter die Ladungssicherungsvorschrift des Kraftfahrgesetzes. Das bedeutet, dass sie so verwahrt und gesichert werden müssen, dass der Fahrzeuglenker durch sie nicht beeinträchtigt wird. Nur am Rande: Marga wäre ein großer Ablenkungs-Kandidat. Sowas von lebhaft und verspielt!

Passende Sicherungsmethoden: Gurtgeschirr und Hundebox

Wie sieht also eine fachgemäße Sicherung aus? Beim AZT-Crashtest wurde ein kleinerer Hunde-Dummy (7 kg) im Fond des Autos platziert und mit einem Gurtgeschirr angeschnallt. Bei dem Aufprall mit 40 km/h wurde er vom Gurt am Sitz gehalten. Ein echter Hund hätte so den Unfall weitgehend unbeschadet überstanden. Jedoch: Anschnallen genügt bei Tieren ab 12 kg nicht mehr. „Bei kleineren Hunden kann man noch Gurtsysteme verwenden, aber für mittlere und große Hunde braucht man unbedingt eine Hundebox“, so der Leiter der AZT-Sicherheitsforschung, Carsten Reinkemeyer. Wichtig ist, bei allen Sicherungssystemen auf geprüfte Qualität zu achten.

Carsten Reinkemeyer vom Allianz Zentrum für Technik © Allianz

Carsten Reinkemeyer vom Allianz Zentrum für Technik © Allianz

Krankenversicherung auch für Haustiere

Zu guter Letzt: Während es meist selbstverständlich ist, für sich selbst eine passende Reise- und Krankenversicherung abzuschließen, wird oft keine entsprechende Vorsorge für das Haustier getroffen. Dabei können sich Hund & Co. auch am Urlaubsort verletzen oder plötzlich erkranken. Eine international gültige Tierversicherung kann einem hier schon im Voraus die Sorgen nehmen. Unser Urlaubs-Hund Marga jedenfalls hüpft und tollt den ganzen Tag fröhlich herum. Sichtlich sorgenfrei. Das sind ihre Besitzer hoffentlich auch.

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