Sei kein Pisten-Depp!

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4. Dezember 2014 / geposted in Rat & Tat / 0 Kommentare / von Dietmar Türk
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Denkwürdige Geschichte von einem, der lustig in den Tag hineinlebte, immer gut drauf war und am Ende für sein Misstrauen teures Lehrgeld bezahlen musste.

Es war einmal ein Mann, der nannte sich Fuzzy. Mit bürgerlichem Namen hieß er Hans Pech*, aber den haben wir geändert, weil er in Wahrheit nichts Konstruktives zur Sache beiträgt.

„Also dieser Fuzzy war schon immer ein wilder Hund“, sagte sein langjähriger Nachbar, den wir nach langen Recherchen ausfindig machen konnten. Der Fuzzy selbst ist ja für niemanden mehr zu sprechen – schon gar nicht für Blogger. Aber wir wissen aus zuverlässigen Quellen, dass der Fuzzy eine große Leidenschaft hatte: Freestyle-Boarding – fast genauso wie sein legendäres Vorbild Fuzzy Garhammer, der Schöpfer des Freestyle, der in den 70er-Jahren mit Sprüngen, Ballett und Buckelakrobatik die steife Skiwelt auf den Kopf stellte.

Von der Piste in die Tinte

Auch unser Fuzzy stellte auf den österreichischen Pisten einiges auf den Kopf, und am Ende auch sich selbst. Da steckte sein Kopf zuerst im Tiefschnee und kurz darauf im Kopfnetzverband. Ein paar Tage später steckte er finanziell ziemlich tief in der Tinte. Aber er hätte wissen müssen, was er mit seinem Leichtsinn riskiert. Immerhin verletzen sich jedes Jahr rund 50.000 Ski- und Snowboardfahrer auf Österreichs Pisten. Etwa jeder zehnte davon wird mit dem Hubschrauber geborgen, mit durchschnittlichen Kosten von 3.000 Euro.

„Ich habe ihn noch vor der Abfahrt zum Semmering auf die Allianz App hingewiesen“, sagt sein Nachbar rückblickend. „Ich habe selbst gesehen, dass er sie heruntergeladen hat, doch dann hat er die Versicherung wohl nicht abgeschlossen.“ Aber nicht, weil sie ihm zu teuer war, daran lag es nicht. Denn AlpinSafe, der Sofort-Schutz am Smartphone, ist absolut kostenlos, und man ist damit eine Woche lang in ganz Österreich versichert. Such- und Bergungskosten werden bis zu einer Höhe von 10.000 Euro übernommen. Nach einer Woche endet der Versicherungsschutz automatisch, man muss die Versicherung nicht abbestellen, kann sich aber gleich für eine weitere Woche versichern, falls man das will.

Späte Reue

Das alles hätte der Fuzzy eigentlich wissen können, wenn er sich die App nach dem Herunterladen angesehen hätte.

„Wahrscheinlich hat er es für ein Märchen gehalten, dass die Versicherung 100 Prozent gratis ist“, vermutet sein Nachbar. Vielleicht hat er aber schlicht und einfach vergessen, sich die App genauer anzusehen. Wie auch immer: Am Ende hat ihn sein Misstrauen oder seine Vergesslichkeit 2.800 Euro gekostet. So viel musste er für die Helikopterbergung bezahlen, weil seine Sozialversicherung den Flugrettungseinsatz nicht anerkannt und folglich auch die Kosten nicht übernommen hat. Als Fuzzy die Rechnung für die Hubschrauberbergung ins Haus flatterte, war es leider zu spät.

Und die Moral von der Geschicht: Nachher ist man immer gescheiter.

* Name von der Redaktion geändert.

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