150 Jahre Ringstraße, 155 Jahre Allianz, da fühle ich mich jung!

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30. April 2015 / geposted in Karriere / 0 Kommentare / von Michael Bilina
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Der Teil der Allianz am schönsten Boulevard der Welt

Die Allianz in Österreich ist historisch betrachtet fünf Jahre älter als die Wiener Ringstraße. Welche Gemeinsamkeiten habe ich zwischen diesen beiden Institutionen gefunden?

Zu den Fakten: Die Wiener Allianz und die Anglo Elementar hatten bis 1997 zwei Standorte mit Häusern am Opern- und am Kärntner Ring. Die Wirtschaftskammer, zu der ich immer wieder zu Besprechungen für FIRI, der Spezialisierung Finanz- und Risikomanagement, gehen darf. steht am Stubenring. Den Bezug der Allianz zur Uni Wien am Universitätsring habe ich erst kürzlich zum Geburtstag der Alma Mater hier im Blog dargestellt. Und am Ende des Rings – am Schottenring – findet sich einer unserer Marktbegleiter. Ausreichend Gründe für mich, der Ringstraße mit einem Blogbeitrag zu gratulieren.

Eine liebe Kollegin, zugereist in unsere Stadt aus dem Westen, hat zu mir ein Mal gemeint: „Du kannst ja zu jedem Stein hier in Wien etwas erzählen“. Stimmt – fast. Woher hat sie eigentlich gewusst, dass ich einen Original-Ziegelstein der Parlamentsrampe besitze?

Zu zwei Häusern am Ring möchte ich speziell etwas erzählen.

Die ehemalige Generaldirektion der Anglo-Elementar am Kärntner Ring 12

Anglo-Elementar

Die Anglo-Elementar hatte ihren Sitz am Kärntner Ring 12.

Ist es Ihnen schon aufgefallen? Wandert man die Ringstraße entlang, dann sind die Häuser im Uhrzeigersinn nummeriert. Die geraden Hausnummern befinden sich an der rechten Seite des Rings, der Innenstadt-Seite. Nur am Kärntner Ring ist das anders.

Wenn man nach der Begründung fragt, kommt eine fast typisch ur-wienerische Begründung zu Tage. „Weil’s scho so war“ – die allgemeine Nummerierung der Ringstraße wurde 1862 beschlossen. Weil der Kärntner Ring zu dieser Zeit aber schon teilweise besiedelt war, blieb alles beim Alten. Passt.

Im Gebäudekomplex zwischen Kärntner Ring und Akademiestraße habe ich nach dem Studium zu arbeiten begonnen. In den unterschiedlichen Büros, in denen ich Arbeitsplätze hatte, konnte ich bei einem Blick aus dem Fenster in alle Himmelsrichtungen sehen. Auf den Ring, das Hotel Imperial, die Karlskirche, das Künstlerhaus, die VBS Akademiestraße (damals konnte ich noch nicht wissen, dass die Allianz Jahre später Kooperationspartner der Schule werden würde).

Was gibt es zu dem Gebäudekomplex, bei dem die Anschrift Kärntner Ring 12 als „Hauptadresse“ bezeichnet werden kann, an (wissenswerten) Informationen?

„Die Fassade ist gekennzeichnet durch lisenen- und pilastergerahmte Fenster und einen seichten Mittelrisalit mit Balkonen. (Quelle Wikipedia – ich weiß, dass Studierende Wikipedia nicht als Quelle verwenden dürften). Aha. Ist mir nicht aufgefallen.

Persönlich habe ich auch keine Ahnung gehabt, was eine Lisene und ein Pilaster sind. Daher noch ein Mal Wikipedia: Die Lisene (von frz. lisière „Saum“, „Rand“‚ „Kante“), auch Mauerblende, ist im Bauwesen eine schmale und leicht hervortretende vertikale Verstärkung der Wand. Ein Pilaster (von lateinisch pila ‚Pfeiler‘) ist ein pfeilerartiges Formelement der Architektur.

Ich darf jetzt den Schlauberger-Modus wieder verlassen und mich an „damals“ – meine Jahre am Kärntner Ring erinnern. Schulungen im „Aquarium“ (eigentlich ist das Haus ein Durchhaus zur Bösendorferstraße mit einem großen Innenhof), waren auf Grund der Verglasung bei Regen (durch die Geräuschkulisse) immer besonders stimmungsvoll.

Beeindruckend war für mich damals, dass ich ein Mal auf dem Weg zum Generaldirektor die Prachtstiege mit der dreiarmigen Haupttreppe und dem prächtigen Schmiedeeisengeländer in die Beletage des Palais Lützow (eigentlichrt Eingang Bösendorferstraße – siehe Bild) benutzen durfte.

Bis heute blieb mir aber auch die Begrüßung des Portiers nach der Stechuhr in Erinnerung: „Danke, dass Sie auch heute gekommen sind.“ Viele Kolleginnen und Kollegen, das Kriterium der Auswahl wird wohl für immer unerforscht bleiben, konnten damals eine derartig motivierende Einstimmung in den Arbeitstag erfahren.

Das Mittagessen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde damals an den Tisch eines „Betriebs-Restaurants“ serviert. Der Begriff war wirklich gerechtfertigt. Mit Kantine oder Werksküche hatte diese Einrichtung wenig bzw. gar nichts zu tun.

Anfang der 90er erfolgte dann das Zusammenwachsen der Anglo Elementar mit der Wiener Allianz, die ebenfalls ein Standbein am Ring hatte.

Die ehemalige Generaldirektion der Wiener Allianz im Opernring-Hof

 

Neubau der 50er statt des ehemaligen Heinrich(s)hof

Neubau der 50er statt des ehemaligen Heinrich(s)hof, früherer Sitz der Wiener Allianz.

Der Opernring-Hof wurde 1957 von der Wiener Allianz bezogen. Über das Haus ist nachzulesen: Der achtstöckige Bau hat eine Nutzfläche für Bürogebäude in der Größe von 13.000 Quadratmetern, und der Bezug bedeutete das Ende der Platznot der Wiener Allianz hinsichtlich der Büroflächen in Wien (vgl. Wiener Allianz – gegründet 1860).

Mein Tipp: „Stadtbild-Verluste“ ist ein empfehlenswertes Buch über den alten Heinrichshof (ursprünglich Heinrichhof – eines der ersten Gebäude der Wiener Ringstraße) und die Frage, ob der im Krieg teilweise zerstörte Bau renoviert oder abgerissen werden sollte.

Infos für Generation Y

Fast ist man versucht, aus Anlass eines Geburtstags wie dem der Wiener Ringstraße von der „guten alten Zeit“ zu reden. Etwas, womit die Generation Y oder Z gar nichts anfangen kann, Daher eine Kurz-Zusammenfassung der Lokationen Kärntner Ring und Opernring für diese Zielgruppe der geschätzten Leser:

Google-Map kann es nicht ganz zeigen:

  • Shopping-Möglichkeit im Einkaufs-Zentrum am Ring
  • Fastfood am Schwarzenbergplatz
  • Cocktails im Hotel im Nebenhaus
  • WLAN und Caffè Latte in der Karlsplatz-Passage
  • Utz-utz-Garantie ebenfalls dort

Die Arbeitswelt hat sich durch die Bedürfnisse nach Licht, Verkabelungen für Computer und die erforderliche Nähe von Abteilungen zueinander in den letzten Jahren stark verändert. 1997 haben sich die Wiener Allianz und die Anglo Elementar im Turm am Hietzinger Kai vereinigt.

Der Ring und die Allianz haben ein Stück Geschichte gemeinsam. Ich liebe meine Arbeit. Ich liebe meine Stadt.

Bewirb dich für eine der offenen Positionen in der Allianz in Österreich und du werde auch ein Teil der Geschichte.

 

 

 

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