Mit Vollgas in die Freiheit. Oder doch nicht?

© Allianz


16. Oktober 2014 / geposted in Allianz Welt / 0 Kommentare / von Markus Hinterberger
  • Der Inhalt ist nicht verfügbar.
    Bitte klicken Sie auf diesen Banner um Cookies zu akzeptieren und fortzufahren.

Ich kam zur Welt, und habe festgestellt, ohne Mobil geht man sehr viel. Was schon die österreichische Band EAV vor einer kleinen Ewigkeit in ihrem Lied „300 PS“ besungen hat, zeigt, welche Bedeutung das eigene Auto hatte – vor allem für junge Männer. Es galt als das Statussymbol schlechthin, gleichbedeutend damit, seinem persönlichen Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit ein großes Stück näher zu kommen. Dieser Zustand hat sich mittlerweile allerdings etwas geändert: Denn der eigene Pkw steht nicht mehr uneingeschränkt auf Platz 1. Wie eine neue Studie des Allianz Zentrums für Technik (AZT) zeigt, gewinnt für die befragte Gruppe der 18- bis 24-Jährigen zum Beispiel die erste eigene Wohnung an Bedeutung. Unter dem Motto „Mit Vollgas in die Freiheit“ hat die Allianz die spannendsten Ergebnisse dieser Studie im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

 

Kurt Benesch und Dr. Jörg Kubitzki präsentierten die Ergebnisse der neuen AZT-Studie vor versammelter Presse.

Kurt Benesch und Dr. Jörg Kubitzki präsentierten die Ergebnisse der neuen AZT-Studie vor versammelter Presse; rechts: Allianz Pressesprecher Manfred Rapolter. © Allianz

Auto heute: Viel Freiheit, aber kein Statussymbol mehr

Eines vorweg: Auch im Jahr 2014 gehört der Pkw-Führerschein einfach dazu. 90 Prozent der 18- bis 24-jährigen Österreicherinnen und Österreicher besitzen die Lizenz zum Autofahren. Gerade einmal vier Prozent haben auch in Zukunft nicht vor, sich durch die Fahrschule zu quälen.

Fast jeder Zweite besitzt zudem nicht nur den Führerschein, sondern hat auch ein eigenes Auto. „Auch heute ist es so, dass das eigene Auto für die meisten ein großes Maß an Freiheit bedeutet. Aber, und das ist der Unterschied zu früheren Generationen, mittlerweile ist die eigene Wohnung, eine sichere Altersvorsorge oder das Reisen für die 18- bis 24-Jährigen wichtiger geworden“, so Kurt Benesch, Geschäftsführer des Allianz Kundenservice. Ohne Anlass und nur zum Vergnügen ist allerdings lediglich jeder fünfte junge Autofahrer hin und wieder unterwegs. Fahrten ins Blaue gehören somit insgesamt eher der Vergangenheit an.

 

Für einen Großteil der 18- bis 24-Jährigen stellt ein eigener Pkw eine erhebliche finanzielle Belastung dar.

Das eigene Auto ist cool. Aber Wohnen, Pensionsvorsorge und Reisen sind den Jungen wichtiger geworden. © Allianz

 Auto ist finanzielle Belastung

Wesentlicher Aspekt ist dabei die Kostenfrage: Für rund zwei Drittel der Befragten bedeutet ein eigenes Auto eine finanzielle Belastung, für 95 Prozent ist der Kaufpreis das Kriterium schlechthin. 62 Prozent der Interviewten reduzieren daher ihre Autofahrten auf ein notwendiges Minimum.

Das Auto als Statussymbol hat ausgedient – das zeigt sich auch in Sachen Automarke. Neben dem Kostenaspekt sind Verbrauch und Komfort heutzutage wichtigere Kriterien bei der Kaufentscheidung. Nur untergeordnete Rollen spielen die Faktoren Motorleistung, Umweltfreundlichkeit und Design.

Top 3: Alkohol, Selbstüberschätzung und Fehler anderer Verkehrsteilnehmer

Für 96 Prozent der Befragten ist Alkohol die größte Gefahr, für 85 Prozent ist das der eheste Grund, ihr Auto auch einmal stehen zu lassen. Immerhin: Neun von zehn Umfrageteilnehmern sehen in der Selbstüberschätzung die zweitgrößte Gefahr im Straßenverkehr. 88 Prozent sehen in anderen Verkehrsteilnehmern und in der eigenen Müdigkeit große Gefahrenpotenziale, während überhöhte Geschwindigkeit bei den 18- bis 24-Jährigen nur als sechstgrößte Gefahr gewertet wird.

 

Risiko-Hotspot Landstraße - in der Nacht besonders gefährlich. © Fotolia

Risiko-Hotspot Landstraße – in der Nacht besonders gefährlich. © Fotolia

 Risiko-Hotspot nachts auf der Landstraße

„18- bis 24-jährige Autofahrer verunglücken deutlich häufiger zu Abend- und Nachtzeiten. Das Zusammenwirken mangelnder Fahrpraxis und höherer Risikobereitschaft dürfte hier eine wesentliche Rolle spielen“, erklärte Dr. Jörg Kubitzki, Verkehrssicherheitsforscher im Allianz Zentrum für Technik den Journalisten.

Insgesamt schätzen junge Lenkerinnen und Lenker ihren Fahrstil eher als defensiv und verantwortungsbewusst ein. Das Risikobewusstsein ist bei dieser Altersgruppe allerdings nur mäßig vorhanden. Ein Drittel lässt sich laut eigenen Angaben hin und wieder zu riskanten Fahrmanövern hinreißen. Interessant: Während Frauen eventuelle Risiken eher beim eigenen Fahrverhalten sehen, schätzen Männer meist die äußeren Gegebenheiten als gefährlich ein.

Ob die Ergebnisse der Studie auch auf einen selbst zutreffen, darüber muss sich jeder Einzelne selbst Gedanken machen. Aber bitte nicht während einer Autofahrt – Stichwort Ablenkung am Steuer.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.