Laufen für den guten Zweck

Allianz Außendienstmitarbeiter und Ultraläufer Thomas Schererbauer läuft für den guten Zweck. © private Aufnahme


11. April 2018 / geposted in Allianz Lichtblicke / 0 Kommentare / von Sarah Matiasek
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Seit fast sechs Stunden ist Thomas Schererbauer, Außendienstmitarbeiter im Allianz Team Schärding, unterwegs. Seine Füße tragen ihn kaum mehr. Da heftet sich ein junges Mädchen an seine Fersen, beginnt eine Unterhaltung mit ihm. Gemeinsam laufen sie ins Ziel. Es ist der 2. Welt Down Syndrom Tag in Fürth bei Nürnberg, Schererbauers erster Charity-Lauf – und sein erster Ultra.Seit seinem ersten Charity-Lauf in Fürth versucht Schererbauer seine sportlichen Ambitionen mit sozialem Engagement zu verbinden. Am Herzen liegen ihm dabei besonders schwerkranke Kinder und Jugendliche.

Von der Qual zur Philosophie

Angefangen hat seine Laufkarriere aus einer Not heraus: Nachdem Schererbauer seine Fußballerkarriere „altersbedingt“ beendete, brauchte er ein neues sportliches Hobby. Nach einem unbefriedigenden Intermezzo mit dem Fahrradfahren landete er schließlich beim Laufen. „Am Anfang war es sehr mühsam, aber es ist besser geworden. Ich habe mich bei einem Laufclub angemeldet und bin schließlich von mir Zuhause bis zu meiner Großmutter nach Schärding gelaufen – das sind 21 Kilometer“, erzählt er. Daraufhin hat er sich bei seinem ersten Marathon angemeldet. Jetzt ist das Laufen fixer Bestandteil in seinem Leben: „Laufen ist für mich kein Sport, laufen ist eine Philosophie – und die verfolge ich“, betont der 46-Jährige. Das Laufen hält ihn im Gleichgewicht.

Jeder Kilometer zählt

Bei seinem ersten Marathon lernte Schererbauer auch seinen heutigen Lauf- und Charitypartner Günter Dieplinger kennen: „Die Wahnsinnigen finden immer zusammen“, schmunzelt er. Mindestens einmal im Jahr veranstalten die beiden einen Charity-Lauf, bei dem sie für ein schwerkrankes Kind laufen. Im Jänner fand bereits der fünfte statt.

Mit ihren Charity-Läufen unterstützt das Duo schwerkranke Kinder. © private Aufnahme

 

„Lauf für Maximilian“ als Startschuss

An die Premiere kann sich der Ultraläufer noch sehr gut erinnern: „Das erste Kind, für das wir gelaufen sind, war das Herzkind Maximilian. Wir haben ihn und seine Familie drei Monate vor einer schweren Herz-OP kennengelernt und uns dazu entschlossen, ihn zu unterstützen.“ Damals liefen Schererbauer und Dieplinger 120 Kilometer mit 1900 Höhenmetern für Maximilian. „Die letzten paar hundert Meter haben wir ihn mit dem Rollstuhl geschoben. Als wir ins Ziel gekommen sind, hat er die Arme in Siegerpose hochgestreckt und alle haben geklatscht. Solche Momente geben einem so viel Energie. Das Feedback, das man von den Kindern und ihren Eltern bekommt, ist einfach unbezahlbar.“ Heute kann Maximilian gehen, laufen, sprechen und besucht eine Integrations-Volksschulklasse.

 

„Laufend dahoam helfen“

„Wenn man sich über Stunden hinweg so schind‘, dann sollte das auch einen zusätzlichen Nutzen haben: Du kannst die Leute mit solchen Aktionen einfach bewegen“, betont Schererbauer. Und der Erfolg gibt den Charity-Läufern recht. Ihre Facebook-Seite „Laufend dahoam helfen“ hat über 1.000 Follower. Dort erhalten sie auch stetig Anfragen. „Es gibt leider so viele Betroffene in der unmittelbaren Umgebung, Familien mit schwer kranken Kindern“, berichtet Schererbauer.

„Bärengaudi“ beim Marathon

Wenn die beiden keine eigenen Läufe veranstalten, schnüren sie dennoch meist für den guten Zweck die Sportschuhe. Beim Linz Marathon am 15. April und beim Vienna City Marathon eine Woche später werden die beiden auch heuer wieder im Bären- und Clown-Kostüm an den Start gehen, um für Herzkinder zu laufen.

Dieplinger (Clown) und Schererbauer (Bär) legen sich für Herzkinder ins Zeug. © private Aufnahme

Autorin: Sarah Matiasek

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