Heuschnupfen macht Autofahrer „blind“


12. Juni 2019 / geposted in Allgemein / 0 Kommentare / von Gast Redakteur
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Endlich Sommer! Ein herrlicher Sonnentag, also rein ins Auto, ab ins Grüne, einfach genießen. Doch kaum auf der Landstraße angekommen, erhält die neu erwachte Lebensfreude einen raschen Dämpfer. Die Augen jucken, die Nase kitzelt, das wird sich doch hoffentlich noch ausgehen vor der nächsten Kurve… Haaaa-tschi, oh das war knapp. Beinahe wäre die wunderbare Ausflugsfahrt im Straßengraben zu Ende gegangen. Oder gar an diesem Baum, der da ganz nah am Straßenrand steht.

Volkskrankheit Heuschnupfen

Nicht nur der Frühling plagt zahlreiche Allergiker. Viele sehen auch dem Sommer im wahrsten Sinne des Wortes mit weinenden Augen entgegen. Fakt ist: Die Gräser haben Hochsaison. In den folgenden Wochen kommen noch Hafer und Mais dran. Milliarden Pollen führen überall in Österreich zu Juckreiz, tränenden Augen und Niesanfällen. Insgesamt leiden rund 1,6 Millionen Österreicherinnen und Österreicher an Allergien auf Gräser, Strauch- und Baumpollen, allein in Wien sind etwa 200.000 Menschen davon betroffen. Weltweit kennen an die 500 Millionen Menschen die Symptome des sogenannten „Heuschnupfens“.

Verhängnisvolle Niesanfälle

Besonders verhängnisvoll kann die „allergische Rhinitis“ am Steuer werden, wo die volle Konzentration des Lenkers gefragt ist. Heuschnupfenbedingte Niesanfälle lassen sich kaum verhindern und führen zu einer kurzen, aber durchaus gefährlichen mentalen Abwesenheit. Die Augen schließen sich reflexartig, ein Ruck geht durch den Oberkörper – wertvolle Sekundenbruchteile gehen verloren. Je nach Geschwindigkeit ist der Fahrer über eine mehr oder weniger lange Strecke völlig „blind“ unterwegs. Die gereizten Augen tragen aber während der gesamten Fahrt dazu bei, die Sehkraft und die Konzentration des Lenkers zu stören.

Heuschnupfen beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit genauso stark wie 0,5 Promille Alkohol im Blut. Das haben Forscher der niederländischen Universität Maastricht kürzlich im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie herausgefunden. Wer sich also mit starken Heuschnupfen-Symptomen hinters Steuer setzt, ist nicht weniger gefährlich unterwegs als ein Fahrer, der im alkoholisierten Zustand ins Auto steigt.

Was tun gegen die „Rhinitis“?

Was kann man also tun? Pollenfilter im Auto bewähren sich zur Milderung der gefährlichen Allergieschübe im Allgemeinen recht gut. Damit die Filter auch wirklich helfen, sollten sie aber regelmäßig ausgetauscht werden. Und natürlich muss das Autofenster während der Fahrt geschlossen bleiben. Viele Menschen greifen auch zu antiallergischen Medikamenten, sogenannten „Antihistaminika“, die allerdings meist Müdigkeit hervorrufen und die Fahrtüchtigkeit stark beeinträchtigen können. Im Sinne der Verkehrssicherheit gibt es letzten Endes nur eine wirklich vernünftige Lösung: bei einem akuten Allergieschub einfach nicht ans Steuer setzen.

Autor: Claudius Halik, PR-Agentur Halik 

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