Winterzeit ist Einbruchszeit: Checkliste zur Prävention

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7. November 2017 / geposted in Rat & Tat / 7 Kommentare / von Stephanie Scheubrein
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Ein verlängertes Wochenende zum Skifahren, ein spontaner City-Trip in wärmere Sphären Europas oder einfach nur zum Entspannen in die Therme – über Feiertage und in der Weihnachtszeit packen wir gerne einmal unsere Koffer und verreisen. Zurück bleiben die Wohnung, das Haus und das Auto. Oder oftmals falsch verstanden: eine Einladung an Einbrecher zum Diebstahl.

2016 wurden in Österreich pro Tag 36 Einbrüche in Häuser und Wohnungen begangen, die Aufklärungsrate liegt bei 10 Prozent. Egal, ob Wohnungs- oder Hauseinbruch, Gefühle der Hilflosigkeit und Unsicherheit sind bei vielen Betroffenen häufig vorhanden. Mitunter führen diese sogar so weit, dass nur noch eine Übersiedlung hilft, um die verloren gegangene Sicherheit zurückzugewinnen.

Neben den allseits bekannten Dämmerungseinbrüchen, die in den Herbst- und Wintermonaten stark zunehmen, sind Einbrüche während der Urlaubszeit, in der Wohnungen und Häuser einige Tage bis zu Wochen nicht bewohnt werden, bei Kriminellen besonders beliebt.

burglars stealing home

Bei der Sicherung der Wohnung oder des Hauses sollte auch auf Balkon- und Terrassentüren nicht vergessen werden, die häufig für Einbrecher die Möglichkeit bieten, ungestörter in das Gebäude einzudringen. © Fotolia

Die Checkliste gegen Diebstahl

Mit ein paar einfachen Tipps können die ungebetenen Gäste von einem Besuch abgehalten werden.

  • Den Schein wahren – Zeitschalter und Fernsehsimulator: Rollläden oder Jalousien schützen zwar vor Hitze, ziehen aber auch Einbrecher nahezu magisch an – selbst der dümmste Einbrecher bekommt das irgendwann einmal mit. Abhilfe könnte eine Zeitschaltuhr schaffen, die mit der Beleuchtung, dem Fernseher oder dem Radio verbunden ist. Fernsehsimulatoren gibt es übrigens schon um circa 40 Euro.
  • Briefkasten und Türmatte: Das regelmäßige Entleeren des Briefkastens durch die Nachbarn macht Sinn. Und auch die von Hausmeistern häufig aufgestellte Türmatte verrät einiges über eine Abwesenheit des Wohnungsbesitzers.
  • facebook und andere soziale Medien: Professionelle Banden nützen die sozialen Netzwerke mittlerweile häufig, um ihre potenziellen Opfer im Vorfeld auszuspionieren. Postings, wie zum Beispiel „Ich bin dann mal 3 Wochen weg“ oder „New York, ich komme“, sollte man sich daher gut überlegen – auch wenn man seine Vorfreude noch so gerne auf diesem Wege der ganzen Welt mitteilen möchte.
  • Regenrinne: Besonders geschickten Einbrechern reicht eine Regenrinne völlig aus, um in höher gelegene Stockwerke einzudringen. Auch Balkon- und Terrassenbesitzer sind also nicht vor unliebsamen Gästen gefeit und sollten entsprechende Vorkehrungen treffen.
  • Ein letzter Tipp: Das Bundeskriminalamt Österreich stellt auf seiner Homepage auch ein sogenanntes Eigentumsverzeichnis zum Download bereit. Es kann als kleine Hilfe bei der Auflistung von Wertsachen dienen. Denn mal ehrlich, wer kann schon aus dem Stegreif alle seine Wertsachen auswendig und vor allem vollständig aufzählen?
Gaunerzinken_Bundeskriminalamt

Gaunerzinken – Ein Relikt aus dem Mittelalter, welches noch heute an Eingangstüren vorgefunden wird. Dabei handelt es sich um eine Art „Sprache“ zwischen Einbrechern, die Vorbote einer kriminellen Handlung sein kann. © Bundeskriminalamt Österreich

 

Der Beitrag ist im Original am 16. Juni 2015 von Autor Markus Hinterberger erschienen und wurde am 31.10.2017 aktualisiert. 

7 Kommentare
  • Danke für den Tipps! Bei uns wurde leider schon zwei mal durch den Keller eingebrochen und nun haben wir in Sachen Einbruchschutz deutlich nachgerüstet. Wir haben abschließbare Fenstergriffe mit Zusatzschloss und einen Panzerriegel nachgerüstet. Hoffentlich haben wir nun endlich erstmal Ruhe!

    Grüße
    Stefan

  • Wir haben auch einen TV Simulator. Neben den allgemeinen Tipps um Einbrecher abzuschrecken, eine gute und günstige Alternative..

    Liebe Grüße
    Carina

    • Liebe Carina, lieber Stefan,
      vielen Dank für Eure zusätzlichen Tipps, die Ihr mit uns geteilt habt.
      Davon können mit Sicherheit auch andere Leserinnen und Leser profitieren.

      Liebe Grüße,
      Markus Hinterberger

  • Hallo,
    neben allen Tipps hilft es immer auch einen Nachbarn zum Rolläden runter lassen ins eigene Haus zu schicken. Dadurch kommt dynamik in das Haus, Licht geht an und aus, die Zimmertüren stehen anders, die Blumen sind ggfls. umgestellt.
    Sollte jemand das Haus im Blick haben wirkt es dann immer noch bewohnt :-)

  • Das sind ein paar hilfreiche Tipps. Alles was dein Eindruck erweckt man wäre zu Hause schreckt Einbrecher ab. Ich möchte noch hinzufügen, dass man das Fenster beim Verlassen, vor allem im Erdgeschoss, nicht gekippt lassen sollte. Die können in wenigen Minuten oder sogar Sekunden geöffnet werden.

    Diese Liste von Gaunerzinken hinterlässt bei mir immer ein ungutes Gefühlt.

  • Das Schild „Vorsicht vor dem Hunde“ und ein Edelstahlfressnapf mit etwas angetrocknetem Futter ist ebenfalls eine sehr gute Abschreckung.

  • Bewährt hat sich auch ein „elektronischer Wachhund“. Dieses Gerät erfasst Personen dank Radar durch Türen und selbst durch Wände. Nähert sich eine Person fängt das Gerät ab einer bestimmten Entfernung realistisch klingend zu bellen an.

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