Autodiebe wollen am liebsten VW

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15. Juli 2014 / geposted in Rat & Tat / 0 Kommentare / von Markus Hinterberger
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Eine typische Situation im Alltag: Sie sind mit Ihrem Auto unterwegs, um ein paar Besorgungen zu machen. Am Parkplatz vor dem Supermarkt stellen Sie das Fahrzeug ab, versperren es und gehen einkaufen. Eine halbe Stunde später sind Sie zurück, doch von Ihrem Auto fehlt jede Spur. Ein paar Augenblicke später und der Gewissheit, dass es auch tatsächlich der richtige Parkplatz ist, steht fest: Das Auto wurde gestohlen.

Neben Wohnungs- und Hauseinbrüchen, Wirtschaftsverbrechen oder Cyberkriminalität komplettieren Kfz-Diebstähle laut Bundesministerium für Inneres die Liste der „Big Five“ der häufigsten Vergehen und sind deshalb für uns Österreicher ein altbekanntes Ärgernis.

Das haben wir von der Allianz zum Anlass genommen, um unser Datenarchiv zu durchforsten und nachzuforschen, welche Automarken in welchem Monat und an welchem Wochentag am häufigsten kriminellen Machenschaften zum Opfer fallen. Seit 2007 wurden bei der Allianz – dem zweitgrößten Kfz-Versicherer in Österreich – fast 11.000 Autos als gestohlen gemeldet. Wir waren selbst erstaunt, als unsere Datenbank diese Zahl auswarf. Eines vorweg: Die Kombination aus Volkswagen, Jänner und Mittwoch ist für Autobesitzer ganz besonders gefährlich.

Deutsche Gründlichkeit auch in der kriminellen Szene gefragt

Volkswagen ist mit 22,5 Prozent die seit 2007 am häufigsten gestohlene Automarke, so das Ergebnis unserer Recherchen. Neben dem Wolfsburger Autobauer scheinen unter den ersten fünf Marken ausschließlich deutsche Fabrikate in der Rangliste auf. BMW und Audi belegen mit einigem Abstand die Ränge zwei und drei. Opel und Mercedes vervollständigen die Liste der ersten Fünf. Rein statistisch gesehen entfallen damit mehr als 56 Prozent aller Kfz-Diebstähle alleine auf die fünf Marken. Somit ist jedes zweite in Österreich gestohlene Kfz einem Hersteller aus Deutschland zuzuordnen.

80 Prozent der Autodiebstähle betreffen nur zehn Automarken

Das Ergebnis bringt dabei einige spannende und unerwartete Erkenntnisse ans Tageslicht: Denn mit Ford auf Position 6 befindet sich beispielsweise lediglich ein amerikanischer Autobauer unter den Top Ten. Die als äußerst zuverlässig geltenden japanischen Fabrikate sind ebenfalls nur einmal unter den ersten zehn vertreten – Mazda befindet sich auf Position 9.

Diebstahl nach Marken    © Allianz 2014

Diebstahl nach Marken © Allianz 2014

Hochsaison im Jänner, „Weihnachtsfrieden“ im Dezember

Unsere Auswertungen zeigen, dass grundsätzlich das ganze Jahr über Autos geklaut werden. Trotzdem hat sich herausgestellt, dass am Beginn des Jahres im Jänner Hochsaison für Kfz-Diebstähle herrscht. Hier gilt es, noch vorsichtiger zu sein und lieber einmal zu viel als zu wenig nach dem eigenen Auto zu sehen. Die Haupturlaubsmonate von Herrn und Frau Österreicher liegen im Mittelfeld – der Monat Juli auf Platz 7, Juni auf Position 8 und August nimmt den 9. Rang in der Tabelle ein. Am wenigsten wird übrigens im Dezember gestohlen – hier könnte man fast von einer Art „Weihnachtsfrieden“ sprechen.

Diebstahl nach Monaten    © Allianz 2014

Diebstahl nach Monaten © Allianz 2014

Mittwoch: „Tag der Autodiebe“

Generell ist zu sagen, dass sich die Diebstähle von Montag bis Freitag relativ gleichmäßig verteilen. Der Mittwoch hat sich dabei als der gefährlichste Tag für Autobesitzer herausgestellt. 17 Prozent aller Kfz-Diebstähle ereignen sich nämlich zur Wochenmitte. Donnerstag und Dienstag folgen dahinter. Etwas ruhiger ist es am Wochenende.

Diebstahl nach Wochentagen    © Allianz 2014

Diebstahl nach Wochentagen © Allianz 2014

Also, prüfen Sie besser doppelt, ob Sie ihr Auto abgesperrt haben und überlegen Sie sich, technische Vorkehrungen zu treffen, damit es Dieben so schwer wie möglich gemacht wird. Noch ein Tipp: Eine Dokumentation des Diebstahlortes per Foto ist für die polizeiliche Anzeige sehr hilfreich. Denn endgültige Gewissheit über den Diebstahl besteht zumeist erst, wenn sich die Polizei vergewissert hat, dass das Fahrzeug von keinem Abschleppdienst abgeholt wurde.

 

Über den Autor:
Markus Hinterberger ist seit fast sieben Jahren bei der Allianz. Die letzten drei Jahre arbeitete er in der Unternehmenskommunkation – als Schnittstelle zwischen externer, interner und Onlinekommunikation. Aufgrund seines beruflichen Backgrounds befasst er sich intensiv mit Themen aus dem Bereich Schaden und versucht jetzt, die oftmals sperrigen Inhalte für die Blogger-Gemeinde entsprechend aufzubereiten.

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