Die Zukunft der Jobsuche

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12. Mai 2016 / geposted in / Kommentar / von Michael Bilina

Vor kurzem habe ich einen Beitrag unserer Kollegen aus München auf deren Website gelesen. Es ging um die Zukunft der Arbeit – jedenfalls lesenswert! Zwei Tage später besuchte ich als Partner von TUtheTop, dem High-Potential-Programm an der TU, einen Workshop eines Beratungsunternehmens, bei dem vor Studierenden der TU über die Megatrends der Zukunft referiert wurde.

Dass ich mir Gedanken über die Bewerbung der Zukunft mache, gehört zu meinem Job. Nun möchte ich für Sie einige interessante Erkenntnisse zusammenfassen: Welche Trends sind heute schon erkennbar? In welche Richtung könnte es gehen? Wie sieht die Recruitment-Welt von morgen aus – nicht die von irgendwann einmal, sondern von sehr bald.

Meine These: Post & Pray (das Platzieren einer Stellenausschreibung in Print oder Online – und danach warten und beten, dass die richtige Bewerbung kommt…) sinkt weiter an Bedeutung. Jobs werden zwar weiter auf Online-Plattformen ausgeschrieben. Aber möglich, dass es auch zu einer kleinen Renaissance der Print-Anzeigen kommen wird.

Ein interessanter Beitrag, der darauf hinweist, die Menschen dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten, findet sich dazu im www in einem Recruiting-Blog.

Unternehmen werden aber aus meiner Sicht ihre Talente künftig in großem Umfang selbst suchen. Was unter dem Titel „Active Sourcing“ hinsichtlich der Ansprache möglicher Kandidatinnen und Kandidaten manchmal noch etwas unbeholfen funktioniert, wird schon sehr bald die professionelle Zukunft.

Nachgefragte Zielgruppen beispielsweise aus den Bereichen Wirtschaftsinformatik oder Informatik kennen es teilweise schon. Die Erwähnung von JAVA in seinem Online-Profil sorgt für tägliche Mails von Arbeitgebern, die sich bei Kandidaten als attraktiver Arbeitgeber anbieten. Im heutigen Arbeitsmarkt wird man gefunden; man muss sich oft gar nicht mehr selbst bewerben.

Und wenn doch? Für einen Karriere-Einstieg oder für einen geplanten Umstieg mit Berufserfahrung gilt:

Ein attraktives (klarerweise aktuelles) Online-Profil auf einem Business-Netzwerk ist die Voraussetzung für einen erfolgversprechenden Beginn einer Bewerbung.

Auch wenn Ihr Foto kein Auswahlkriterium darstellt – Sie haben es in der Hand, einen authentischen Eindruck Ihrer Person zu vermitteln. Wie immer Sie auch Authentizität für sich definieren.

 

Tipp 1: So werden Sie gefunden.

Um von Unternehmen gefunden zu werden, müssen Sie Ihre digitalen Spuren im Netz hinterlassen. Den wichtigsten Teil davon können Sie bewusst steuern. Ihre privaten Profile wie Facebook & Co. müssen privat bleiben. Sie haben diese auch vor all zu neugierigen Background-Checkern geschützt. Ihr Online-Profil auf XING oder LinkedIn oder in Kandidaten-Pools wie z.B. karriere.at enthält spannende Botschaften, über die Arbeitgeber auf deren Suche nach den besten Köpfen stolpern müssen. Dafür müssen Sie aber „Key-Words“ der Bewerbung anpassen.

Tipp 2: Recruiting ist mobil.

Sie surfen in öffentlichen Verkehrsmitteln, während Sie auf den Beginn eines Konzerts warten – wo auch immer. Ob aktiv auf der Jobsuche oder aus reiner Neugier. Sie entdecken Ihren Top-Arbeitgeber, der die für Sie passenden Werte in der Unternehmenskultur trägt. Welches Signal versenden Sie mobil als Bewerbung? Welches Profil als Erstkontakt?

Tipp 3: Ein attraktives Online-Profil.

Verschiedene Eigenschaften, die jetzt noch in einem Motivationsschreiben stehen, müssen in Ihrem Profil beschrieben sein. Auf XING können Sie z.B. Top-Fähigkeiten darstellen. Mit diesen persönlichen Beschreibungen heben Sie sich von Ihren Konkurrenten am Arbeitsmarkt ab. Auch bei der Kategorie „Ich suche“ sollten Sie überzeugen – Scherze wie die Antwort „jeden Tag meinen Autoschlüssel“ kennen viele Recruiter/innen schon und sagen nichts über Sie aus. Ihre dargestellten Qualifikationen oder Auszeichnungen machen Sie noch attraktiver.

Eigentlich klar – ein attraktives Online-Profil ist immer ein aktuelles.

Tipp 4: Versuchen Sie aufzufallen – lassen Sie sich finden.

Diskutieren Sie auf Karriereseiten auf Facebook mit. Beteiligen Sie sich mit Kommentaren bei Blogs, das müssen nicht nur Unternehmens-Blogs sein. Es gibt beispielsweise auf XING viele Gruppen, in denen Sie mit Ihrer Meinung auffallen können. In denen können Sie beginnen, „netzzuwerken“.

Tipp 5: Denken Sie über ein Bewerbungsvideo nach.

Einzelne Bewerbungsvideos finden sich schon in Youtube. Viele davon können – unter Betrachtung mit der Negativ-Lupe – als Beispiel gesehen werden, wie man es nicht machen sollte. Die Wirkung – zu steif, zu sehr auf Nachrichtensprecher/in in Ausbildung. Manche auch zu „überdreht“ …

Ich denke, dass Sie mehr können. Trauen Sie sich ein Video von Ihnen zu?

Vor allem, wenn Sie sich selbst als kreativ sehen, eine Karriere in der großen, weiten Welt des Marketing suchen. Ob ein selbstgedrehtes Video mit der Handy-Kamera oder ein Mini-Film durch Freundin oder Freund. Wenn Sie es wollen, können Sie mit Bild und Ton und einer flotten Story Menschen im Recruitment neugierig machen.

Tipp 6: Schon mal über eine eigene Homepage nachgedacht?

Sie hätten die Gelegenheit, ein Medium zu nutzen, das Sie einzigartig macht. Anbieter für Webseiten sprießen wie Schwammerln aus dem Boden. Im Netz finden sich schon viele Tipps für die Gestaltung einer eigenen Seite

Was hält Sie auf? Trauen Sie sich!

Ich freue mich, mit Ihnen Ihre Sicht über das Recruiting der Zukunft zu diskutieren, z.B. in diesem Blog.

Just feel free to contact me!

:-D

 

 

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