Die Top 3-Versicherungen für Studenten

Haushalt-, Haftpflicht- oder Unfallversicherung & Co. Was brauchen Studierende? © Fotolia


16. Oktober 2017 / geposted in / 2 Kommentare / von Lisa Wissenwasser

Wehmütig erinnern wir uns an die letzten Sommer- und Ferientage zurück, denn die Realität holt uns wieder ein: das neue Semester hat begonnen. Und auf geht’s: An- und Ummeldephasen (und -chaos), Einführungslehrveranstaltungen, Begrüßungsrunden, Skriptenbeschaffung. Zu all dem üblichen Uni-Stress kommt dann auch noch der Umzug in die erste eigene Wohnung. Und die Anmeldung für das Auslandssemester sollte auch noch eingereicht werden. Neben all diesen wichtigen Dingen darf jedoch eines nicht vergessen werden: die Versicherung! Aber welche braucht man wirklich?

1. Haushaltsversicherung & Haftpflichtversicherung

Ich weiß es noch, als wäre es erst gestern gewesen: der Umzug in die eigenen vier Wände! Doch dann das: Ein Wasserrohrbruch – die gesamte neu bezogene Wohnung steht unter Wasser. Die Schäden, die dadurch entstanden sind, deckt zum Glück die Haushaltsversicherung, die ich zeitgleich mit dem Einzug abgeschlossen habe. Denn bei den Eltern ist man in diesem Fall nicht mitversichert. In der Deckung inkludiert sind auch jene Schäden, die durch Einbruch, Feuer, Sturm oder Glasbruch entstehen. Auch wenn die typische Studentenwohnung zu Beginn vielleicht nicht allzu gut ausgestattet ist, schmerzt es dennoch, wenn das Hab und Gut beschädigt wird.

Ein Sonderfall sind Studentenwohnheime: Bei der Allianz sind Studierende, die im Wohnheim wohnen, über die Haushaltsversicherung der Eltern mitversichert. Die Betragsgrenzen sind allerdings deutlich geringer als für den Wohnungsinhalt der Eltern. In WGs laufen Haushaltsversicherungen meist auf den Hauptmieter, die anderen Mitbewohner sind in der Regel nicht eingeschlossen.

Nach dem reparierten Wasserschaden ist die Wohnung nun wieder wie neu. Jetzt kann ich mich wieder meiner anstehenden Prüfung widmen. Also mache ich mich auf den Weg zu einer Studienkollegin, die nicht allzu weit entfernt wohnt. Zur Sicherheit lasse ich mein Fahrrad heute stehen und nehme stattdessen die Straßenbahn. Anders hat sich meine Freundin nämlich vor ein paar Tagen entschieden: Sie war mit ihrem Rad unterwegs und hat dabei einen Fußgänger angefahren. Der machte daraufhin Schadenersatzzahlungen gegen sie geltend – und das kann eine enorme finanzielle Belastung sein! Solche Schäden, die aus den eigenen Handlungen des täglichen Lebens passieren, sind jedoch in einer so genannten Haftpflichtversicherung gedeckt. Diese ist grundsätzlich in der Haushaltsversicherung inkludiert.

2. Unfallversicherung

Unfallversichert sind Studierende in Österreich ja über den ÖH-Beitrag, der einmal pro Semester bezahlt wird. Dieser Schutz gilt aber nur in der Uni, auf dem Weg dort hin und wieder nach Hause oder bei universitären Veranstaltungen. Ein Großteil der Unfälle passiert jedoch in der Freizeit, im Haushalt oder Urlaub, wie eben der Fahrradunfall meiner Freundin. Die Verletzungen, die sie sich durch den Zusammenstoß mit dem Fußgänger zugezogen hat, wurden im Krankenhaus behandelt. Die gesetzliche Unfallversicherung wird aber keine Kosten für Folgeschäden übernehmen (Rehabilitation, Betreuung etc.). Abhilfe kann eine private Unfallversicherung leisten, die diese Folgen nach schweren Unfällen abfedert und relativ günstig ist.

3. Krankenversicherung

Ob Arztbesuch im Krankheitsfall, Kostenübernahme von Röntgenaufnahmen, Rückerstattung von Brillen oder Kontaktlinsen – in der gesetzlichen Krankenversicherung sind junge Menschen bis zum 18. Lebensjahr bei den Eltern mitversichert. Gegen Vorlage des Bezugs der Familienbeihilfe oder dem Nachweis der Erbringung von 16 ECTS oder 8 SWS (Semesterwochenstunden) kann diese Mitversicherung bis zum 27. Lebensjahr verlängert werden.

Gelingt es nicht, beispielsweise die 16 ECTS zu erreichen, ist man in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr pflichtversichert. Es gibt aber die Möglichkeit der studentischen Selbstversicherung über die Sozialversicherung. Voraussetzung dafür ist ein ordentlicher Wohnsitz in Österreich und ein Jahreseinkommen von max. 10.000 Euro. Außerdem dürfen die Mindeststudiendauer (plus 4 Toleranzsemester) nicht überschritten und das Studium nicht öfter als zweimal gewechselt werden.

„Für finanzielle Absicherung im Krankheitsfall sowie beste medizinische Versorgung und den höchsten Komfort ist eine private Krankenversicherung empfehlenswert. Je früher man einsteigt, desto niedriger die Prämie – das kommt vor allem Studenten entgegen“, erklärt Anna-Maria Knopf aus dem Allianz Market Management.

Prämienbeispiel für Studenten

Studierende aus Wien können sich übrigens ganz einfach mit vier Klicks ihr persönliches Prämienbeispiel berechnen. Einfach die Website seaswien.at öffnen, Alter, Familienstand und Wohnbezirk eingeben, und schon kann’s losgehen: Ein 21-jähriger lediger Mann aus dem 6. Wiener Gemeindebezirk müsste zum Beispiel jeweils etwa 6 € für eine Haushaltsversicherung (inkl. Haftpflichtversicherung) und etwa 9 € für eine Unfallversicherung ausgeben. Die monatliche Prämie für eine Krankenversicherung würde auf rund 45 € im Monat kommen.

 

Nähere Infos gibt’s natürlich bei der Beraterin oder dem Berater.

 

Der Beitrag ist im Original am 18. Februar 2016 erschienen und wurde aktualisiert. 

2 Kommentare
  • Studenten, die fur work travel oder ein Auslandssemester ins Ausland reisen, brauchen besondere Tarife und nicht etwa eine normale Auslandsreisekrankenversicherung!

    • Genau! Wie im Beitrag erwähnt, gibt es eine spezielle Auslandskrankenversicherung für Studierende. Am besten erkundigt man sich bei seiner Beraterin oder seinem Berater, welche Lösung die individuell beste ist. Unsere Berater findet man hier: https://www.allianz.at/

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