Wozu braucht man eine Rechtsschutzversicherung?

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12. Dezember 2016 / geposted in / 2 Kommentare / von Kerstin Klement

Nicht zu fassen! Auf dem Weg zur Arbeit bin ich in einen Unfall verwickelt worden. Wer dafür verantwortlich war? Ich definitiv nicht! Trotzdem will der Unfallverursacher die Schuld jetzt auf mich abwälzen. Einem Rechtsstreit möchte ich zwar lieber aus dem Weg gehen, auf meine Ansprüche will ich aber trotzdem nicht verzichten.

In solchen Fällen käme eine Rechtsschutzversicherung wie gerufen. Aber welche Kosten werden gedeckt und welche Arten gibt es? Mit diesen Fragen habe ich mich im ersten Teil unserer Serie rund um das Thema Rechtsschutz näher auseinandergesetzt.

Rechtsschutz – warum?

Treffe ich die Entscheidung, vor Gericht zu gehen, um mir zustehende Ansprüche durchzusetzen, können bereits ab einem geringen Streitwert enorme Gerichtskosten entstehen. Falls das Gericht mir nicht Recht gibt, muss ich möglicherweise sogar zusätzlich zu meinen eigenen Kosten die der Gegenpartei übernehmen. Ein Rechtsstreit wird somit sehr schnell sehr teuer. Hat man eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, so übernimmt diese in solchen Fällen entstandene Anwalts- und Verfahrenskosten.

Welche Kosten deckt die Rechtsschutzversicherung?

Die Rechtsschutzversicherung bezahlt die Kosten bis zur Höhe der Versicherungssumme, die bei der Allianz standardmäßig bei 68.000 Euro (mit Option zur Verdreifachung) liegt, unter anderem für:

  • Rechtsanwalt
  • Verfahrenskosten für Zivil- und Strafgerichte sowie Verwaltungsstrafbehörden
  • Sachverständigen-, Dolmetscher- und Zeugenkosten
  • vom Gericht oder einer Verwaltungsstrafbehörde auferlegte Vorschüsse und Gebühren
  • die Prozesskosten des Gegners, sofern man dafür aufkommen muss.

Welche Arten von Rechtsschutz sind für mich interessant?

Rechtsschutzversicherungen können verschiedene Bereiche umfassen. Die Allianz bietet unterschiedliche Varianten in der privaten Rechtsschutzversicherung an, und lässt Kundinnen und Kunden auch die Möglichkeit offen, aus unterschiedlichen Arten der Kfz-Rechtsschutzversicherung zu wählen:

  • Privat-Rechtsschutzversicherung: Im privaten Bereich kann es in den unterschiedlichsten Situationen zu Streitfällen kommen. Die Versicherung deckt unter anderem Uneinigkeiten um Werkverträge (z.B. Reparaturen) und Kaufverträge über bewegliche Sachen. Beispiel: Die Rechnung für das Ausmalen Ihrer Wohnung ist weit höher als vereinbart. Außerdem wurden die Arbeiten schlampig ausgeführt. Dennoch verlangt der Malermeister den vollen Betrag, wogegen Sie sich wehren wollen. Auch der Mieterschutz ist privater Bereich, der viele betrifft. Darf der Vermieter wegen behaupteten Eigenbedarfs einfach so die Wohnung kündigen oder die Betriebskosten erhöhen? Die Versicherung gilt neben der versicherten Person ebenso für Ehepartner sowie Kinder bis zum 18. Lebensjahr (in Ausnahmefällen bis zum 25. Lebensjahr).
  • Verkehrsrechtsschutzversicherung: Im Straßenverkehr besteht häufig die Gefahr von Streitfällen, wenn man in einen Unfall verwickelt wird. Besitzt man also ein Auto, so ist ein Verkehrsrechtsschutz ratsam. Die Versicherung vertritt den Versicherungsnehmer bei der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen und übernimmt die Verteidigung in Strafverfahren nach einem Verkehrsunfall oder in einem Verwaltungsstrafverfahren.
  • Telefonische Rechtsberatung: Ein wichtiger Baustein ist die Telefonische Rechtsberatung, bei der sich Versicherungsnehmer informieren können, wie die Rechtslage in ihrem speziellen Fall aussieht. Darin sind allerdings keine Vertretungsleistungen inkludiert.

In der Privat-Rechtsschutz- und auch im Verkehrsrechtsschutzversicherung gibt es unterschiedlich ausgeprägte Varianten mit Standard-Bausteinen, die auch von den meisten Versicherern in ähnlicher Weise angeboten werden. Es gibt zusätzlich dazu Rechtsschutz-Bausteine, die nach Bedarf optional eingeschlossen werden können. Zur Zusammenstellung Ihrer individuellen Rechtsschutzversicherung und für nähere Fragen kontaktieren Sie am besten unsere Beraterinnen und Berater.

 

Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung hilft, seine Ansprüche vor Gericht durchzusetzen. © Fotolia, Sebastian Duda

Worauf muss ich beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung achten?

Sich gegen Gerichtsgebühren absichern und bestenfalls noch eine juristische Beratung und Vertretung vor Gericht bekommen? Das klingt schon äußerst nützlich. Aber worauf muss ich achten, um mir dann, wenn‘s drauf ankommt, immense Gerichtskosten zu ersparen?

Die Prämie hängt klarerweise vom Umfang der Rechtsschutzversicherung ab. Wir als Kunden haben aber oftmals unterschiedliche Bedürfnisse, daher ist es gut darauf zu schauen, dass die Deckungen der Rechtsschutzversicherung modular, das heißt flexibel nach individuellem Bedarf zusammengestellt werden können.

Aber Vorsicht: Der Rechtsschutz ist oftmals nicht mit dem Datum des Versicherungsabschlusses gültig, sondern greift erst nach einer vertraglich vereinbarten Wartefrist, die je nach Art der Versicherung entweder drei, oder sechs Monate dauern kann. Grundsätzlich soll dadurch die Versichertengemeinschaft vor überhöhten Ausgaben geschützt werden. Die Wartezeit dient vor allem dazu, dass keine Schadensfälle versichert werden können, die bei Vertragsabschluss bereits bekannt sind.

Außerdem gibt es auch Risikoausschlüsse, bei denen das Versicherungsunternehmen nicht für die Kosten aufkommt. Grundsätzlich zahlt die Versicherung nicht für Versicherungsfälle, die schon vor dem Abschluss bestanden haben. Auch für vorsätzliche Straftaten gibt es nur unter gewissen Voraussetzungen und dann nur rückwirkend Unterstützung – so leistet die Versicherung nicht bei Verbrechen oder Delikten gegen die Sittlichkeit.

 

Falls ich also wirklich einmal vor der Situation stehe, um mein Recht kämpfen zu müssen, bin ich mit einer Rechtsschutzversicherung auf jeden Fall klar im Vorteil. Und dass das Risiko gar nicht so gering ist, sagt die Statistik: Laut Justizministerium sind im Jahr 2015 in Österreich nämlich 3,5 Millionen Geschäftsfälle vor den Gerichten verhandelt worden – umgelegt auf die Einwohner also waren über 40 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher mit einem Rechtsstreit konfrontiert.

 

 

2 Kommentare
  • Hallo ich z.b.hatte bei Zürich Rechtsschutz und unfallzeugen die den angebl.zeugen nicht sahen aber man glaubte dem anderen.ausserdem wies beimir war dass ich angeblich links abbog und den hinter mir fahrenden der mich überholte rein fuhr und komischerweise nur mein Kotflügel defekt war.Ausserdem bekam ich von meinem Anwalt keine Sachverständigung und konnte nicht dagegen berufen.Exekutor war hier weil sein Anwalt Geld wollte da es zu spät bezahlt wurde und ich alles srlbst in die hand nehmen musste.Ausserdem bekam ich nicht das ganze was beim Lokalaugenschein geredet wurde denn da hätte man gelesen dass Gegner sagte er fuhr nach unfall wieder zu Unfallstelle und da gab ihm angebl.zeuge visitenkarte da er für ihn als zeuge gehe.Wenn ich unfall sehe gehe ich hin und frage ob wer zeuge braucht und nicht so wie er es machte und erst Monate nach Unfall Zeuge bin.Auch wurde original nochmal von gegner aufgesetzt da er original verlor und komischerweise war da meine unterschrift wie geht das dass ich dann schuld war.Das ist betrug was der machte meone ich.l.g.renate haselmaier

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