Tipps für ein Praktikum in den Ferien – Teil II

© Fotolia


20. Januar 2015 / geposted in / Kommentar / von Michael Bilina

Von Sonne, Sand und Meer zu träumen ist ganz natürlich. Wer von einem Job in den Ferien träumt, der kann sicher noch einige Tipps brauchen.

Nachdem die ersten Schritte auf dem Weg zu einem Sommerpraktikum in der Allianz geschafft sind, sollten noch einige Aspekte beachtet werden.

Aus diesem Grund setze ich meinen Blog-Beitrag mit den Tipps 6 – 10 fort.

6) Wie soll die Bewerbung aussehen?

Jetzt gilt es, sich durchzusetzen: mit einer korrekten – mittlerweile schon fast ausschließlich – Online-Bewerbung. Bitte keine anonymen Anreden, sondern im Idealfall angepasst an den Wunscharbeitgeber. Der Lebenslauf ist ja noch nicht so umfangreich: Geburtsdatum, Volksschule, aktuelle Schule, vielleicht schon Matura, Studienrichtung – irgendwann einmal muss man ja mit der Berufserfahrung anfangen.

Eine persönliche Anmerkung als Vater: Man hat grundsätzlich nicht viele Chancen, dass gute Tipps an die eigenen Kinder auch tatsächlich gehört, geschweige denn befolgt werden. Es gilt, seinem Nachwuchs Mut zu machen und zur Kontrolle die Unterlagen noch einmal durchlesen. Besonders bei der Formulierung des Motivationsschreibens hat sich in den letzten Jahren viel getan, Kreativität ist wichtiger als die üblichen Floskeln. Gute Tipps und Beispiele finden Sie zum Beispiel auf der Webseite der Allianz.

7) Wie erfolgt die Auswahl der Ferialpraktikantinnen und -praktikanten?

Wir in der Allianz versuchen mit einem CV-Check und darauf folgenden Telefoninterviews die besten Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Sie lesen richtig: In vielen Fällen ist ein Gespräch am Telefon bereits ausreichend. Bei einigen Abteilungen laden wir aber auch zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch ein (Recht und Compliance, Unternehmenskommunikation, Human Resources).

Ein ausgezeichneter Notendurchschnitt ist jedenfalls keine Garantie für einen Praktikumsstart.

Interessant ist vielmehr eine Spezialisierung in der Schule z.B. auf FIRI (Finanz- und Risiko-Management). Entscheidend ist im Auswahlprozess der Bewerbungen eher das Motivationsschreiben – der persönliche Antrieb, bei uns Praxiserfahrung zu sammeln. Je authentischer, desto erfolgversprechender.

8) In welchen Monaten habe ich die besten Chancen?

In der Bewerbung sollte jedenfalls der Zeitraum für das geplante Praktikum stehen. Juli, August – vielleicht auch beide Monate. Möglicherweise hat man schon im Juni Zeit (v.a. HBLAs erlauben schon in diesem Monat ein Praktikum), vielleicht geht auch noch der September (zwischen Matura und Studienbeginn beispielsweise).

Für Schülerinnen und Schüler geht sich oft nur ein Monat aus. Wer im August arbeiten kann und möchte, hat einen kleinen Startvorteil! Für den Juli gibt es dreimal so viele Bewerbungen als für den August – wahrscheinlich wollen viele die Praxiserfahrung im Job an die Strapazen in der Schule nahtlos anhängen und dann erst richtig Ferien machen.

9) Was geht gar nicht bei einer Bewerbung?

Viele Firmen (auch die Allianz) schließen Beginn oder Ende der Ferialpraxis mitten im Monat aus. Da ist nicht nur die Verrechnung mühsam – das gemeinsame Einarbeiten aller Ferialis will ein wenig geplant und vorbereitet sein.

Und wenn uns ein „Schimmelbrief“ erreicht, vielleicht auch noch mit dem Hinweis, dass der Bewerber immer schon in unserer Rechtsanwalts-/Steuerberatungskanzlei/Immobilienbüro/Friseursalon etc. (lachen Sie nicht, ist alles schon vorgekommen) arbeiten wollte, schreiben wir manchmal gar nicht zurück.

10) Gibt es ein Erfolgsrezept für ein Praktikum in den Ferien in der Allianz?

Vielleicht. Wenn aus der Bewerbung z.B. erkennbar ist, dass sich die Bewerberin oder der Bewerber bereits mit der Allianz als Wunscharbeitgeber auf der Webseite, der Karriereseite auf Facebook oder auf branding.solution auseinandergesetzt hat, die Bewertungen auf kununu gelesen hat, sich die Mitarbeitergeschichten auf whatchado angeschaut hat und gewonnene Erkenntnisse daraus in sein Motivationsschreiben einbauen konnte – dann wäre das eine Bewerbung mit Weitblick und Strahlkraft und würde die Chancen auf einen Praktikumsplatz erhöhen.

Wer die Gelegenheit nutzen möchte, kann/konnte die Allianz auf Karrieremessen (z.B. den Praktikumstag an der WU, der VBS Mödling, dem TGM) persönlich kennenlernen.

Mitte März werden dann die Dienstverträge an unsere zukünftigen Ferialis verschickt.

Viel Erfolg bei der Bewerbung!

Exkurs: Eine historische Betrachtung

Wie viele andere, war auch ich mal Praktikant. Wie erging es mir damals? Durch Vermittlung meines Vaters habe ich (im letzten Jahrtausend) mit 16 Jahren erstmals die Gelegenheit bekommen, Praxis zu sammeln.

Ich habe auf der Kärntner Straße in einem Spezialgeschäft für Raucher und ernste Gesellschaftsspiele gearbeitet, Feuerzeuge, Pfeifen und Schachspiele verkauft. Das Geschäft gibt es heute nicht mehr (auf dem alten Bild wäre es ganz links) – ich bin mir aber ziemlich sicher, dass dies nichts mit mir zu tun hat ;-)

das war der Ausblick von meinem Arbeitsplatz.

Das war der Ausblick von meinem damaligen Sommer-Arbeitsplatz. © Wiener Stadt- und Landesarchiv (MA 8)

Ich habe damals (1981) im ersten Jahr 38 Schilling pro Stunde bekommen – nach drei Jahren steigerte ich mich auf 42 Schilling (heute ca. 3 €) – brutto natürlich. Aber ich war damals mit meinem verdienten Geld Kaiser. Geld war auch der Hauptgrund, im Sommer arbeiten zu gehen, da hat sich seither viel geändert.

Heute sollte die Motivation für ein Praktikum im Sommer vielschichtiger sein: das Sammeln von Einblicken in die Arbeitswelt, das Kennenlernen von Hierarchien, das Erleben von Teamarbeit, das Herausfinden, was einen vielleicht interessieren könnte, die Möglichkeit, die Fähigkeit zu zeigen, serviceorientiert zu denken.

Also: Nutzen Sie die Chance und bewerben Sie sich noch bis 31. Jänner 2015 für eine Ferialpraktikumsstelle in der Allianz! Das Stellenangebot finden Sie hier.

 

1 Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.