Blitze: Tipps zur Schadenprävention

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4. August 2016 / geposted in / Kommentar / von Markus Hinterberger

Dunkle Wolken brauen sich zusammen, leise ertönt erstes Donnergrollen, und plötzlich zuckt ein greller Blitz über den Himmel. Das beeindruckende Naturschauspiel konnte speziell in den letzten Tagen besonders häufig beobachtet werden: Laut Aldis Blitzdatenbank wurden bislang etwa 88.000 Blitze in ganz Österreich gezählt. Im vergangenen Jahr wurden in ganz Österreich rund 135.000 Blitzeinschläge gezählt – über 35.000 mehr als 2014. Seit 2013 ist die Tendenz übrigens stark steigend.

Während der Blitzsaison, die von Mai bis September geht, werden im Regelfall 95 Prozent aller Blitzeinschläge eines gesamten Jahres gemessen. Im Juli blitzte es beispielsweise mehr als 50.000-mal. Am stärksten davon betroffen war die Steiermark (15.095), gefolgt von Niederösterreich (9.276) und Kärnten (8.240).

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Dienstag, 12.07.2016 – 22:15 Uhr, Korneuburg bei Wien: Ein Blitz lässt es plötzlich taghell werden. © Allianz

Vorsicht vor Blitzschlägen

So schön die Blitze am Himmel sind, so gefährlich können sie auch sein. Besonders natürlich für den Menschen. Deshalb unbedingt den Aufenthalt im Freien vermeiden und einige Verhaltensregeln beachten. Aber auch Haus und Hof kann es treffen. Rund 25.000 Schadensfälle gehen bei den österreichischen Versicherungen pro Jahr ein, die durch direkten oder indirekten Blitzschlag an Elektrogeräten entstehen. „Um sich dagegen zu schützen, sollte unbedingt eine Blitzschutzanlage vorhanden sein. Außerdem sollte beim Abschluss einer Eigenheimversicherung auf den Zusatzbaustein gegen Naturkatastrophen geachtet werden“, so Erich Karlik vom Allianz Kundenservice. Apropos Zusatzbaustein: In der Haushalts- und Eigenheimversicherung der Allianz sind auch außergewöhnliche Naturereignisse – dazu zählen etwa Erdbeben, Überschwemmung und Hochwasser – mit kleinen Versicherungssummen (derzeit max. 5.000 Euro) mit eingeschlossen. Das ist aufgrund des großen Kumulrisikos nicht selbstverständlich. Mithilfe des Zusatzbausteines können Kundinnen und Kunden zwischen zwei Varianten wählen, um die Versicherungssumme weiter zu erhöhen und das persönliche Risiko zu senken.

Indirekte Blitze – der Tod elektrischer Geräte

Neben direkten Blitzeinschlägen stellen indirekte Blitze sehr häufig den Tod zahlreicher Elektrogeräte dar. Schätzungen zufolge verursachen Gewitter jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe an elektronischen Geräten. Wenn es gewittert und blitzt, entsteht am Himmel eine hohe elektrische Energie, die über Leitungen technische Geräte im Haus erreichen kann. Die plötzliche hohe Spannung kann für Waschmaschine, Computer und Co. das sichere Aus bedeuten. Im Extremfall können Drähte schmelzen, Gegenstände in Brand geraten oder technische Anlagen explodieren.

Wie schütze ich meine Geräte?

Der wohl älteste und bewährteste Trick: Stecker aus der Steckdose ziehen, wenn ein Unwetter naht. Darüber hinaus sind Überspannungsschutzgeräte empfehlenswert. Sie sind aus drei Komponenten (Grob-, Mittel- und Feinschutz) aufgebaut und filtern stufenweise Überspannungen heraus.
Allerdings haben Überspannungsschutzgeräte ihre Grenzen. Sie schützen nicht hundertprozentig. Eine Haushaltsversicherung, die Schäden durch indirekte Blitzschlagschäden mit einschließt, schützt zwar nicht die Elektrogeräte, aber sorgt im Falle des Falles für finanzielle Absicherung.

 

In Zusammenarbeit mit Charlotte Gerling (Allianz Deutschland).

1 Kommentar
  • Ich als Versicherungsmakler habe leider sehr oft mit Blitzschäden meiner Kunden zu tun. Es wird auf jeden Fall unterschätzt, welche Schäden dadurch an elektronischen Geräten auftreten können. Gerade in Gebäuden mit schwacher Blitzableitung! Meiner Meinung nach ist es wichtig, eine Hausratversicherung mit hohen Summen bei Überspannungsschäden abzuschließen

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