Bewertungsportale – fast so wichtig wie die eigene Erfahrung

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15. Januar 2016 / geposted in / 0 Kommentare / von Michael Bilina

Viele Services und Unternehmen kann man heute in den Sozialen Medien bewerten. Machen Sie das auch? Welchen konkreten Nutzen haben Sie, wenn Sie die Bewertung einer Dienstleistung im Internet lesen? Teilen Sie Ihre gemachten Erfahrungen mit anderen?

Auch Jobsuchende nutzen häufig Plattformen, in denen Arbeitgeber bewertet und analysiert werden.
Wie geht die Allianz Österreich mit den Rückmeldungen auf solchen Foren um? Haben Arbeitgeber Respekt oder sogar Angst vor kununu, glassdoor und Co?

Anfang Dezember durfte ich unser Unternehmen bei einer internationalen Allianz HR-Konferenz in London vertreten. Eine wirkliche Ehre für mich und eine Bereicherung des Arbeitstags.
Die Chancen und Risken und auch der Umgang mit Arbeitgeberbewertungsplattformen war Teil der Tagesordnung. Es war höchst interessant, die Meinungen der anderen HR-Kollegen zu diesem Thema zu hören, ist doch die Allianz Österreich seit mehr als sieben Jahren ein aktiver Player bei kununu.

Meine Reisevorbereitung war kurz, aber intensiv, und natürlich schaue ich mir auch hier an, welche Erfahrungen  andere Menschen gemacht haben. Ich habe auf Tripadvisor über das Hotel in Windsor nachgelesen – sehr weitläufig sollte die Anlage sein. Am Flughafen klickte ich auf einen von vier Smileys nach dem Check-In. Die Die Sicherheitsbeauftragten waren sehr freundlich, das hatte ich schon anders erlebt. Vor dem Boarding habe ich noch schnell auf einem Online-Warenhaus geschaut, ich wollte ein Weihnachtsgeschenk kaufen – die Kundenrezensionen zum gewünschten Artikel haben mich nochmal zum Nachdenken gebracht, ob ich ihn nun kaufen soll oder nicht.

Auch beim neuen Anbieter von Taxifahrten, der super billig sein soll und bei dem man sogar bei der Buchung über das Netz erfährt, wie der Fahrer heißt und wo sich das Auto gerade befindet, war spannend – ob dieser auch verlässlich ist?

Ich war voll drin im Bewertungs-Hype. Jetzt mal ehrlich – wer macht es nicht?!

Zeitungsartikel, Hotels, Kinofilme, der Pizza-Zustelldienst, das ultimative Kochrezept für die besten Pogatscherl aller Zeiten, der richtige Arzt zu den aktuellen Beschwerden – die gemachten Erfahrungen, ob begeistert oder enttäuscht, kann man überall beisteuern.

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Aber wie relevant sind die Kommentare für unsere spätere Entscheidung? Ganz wenig, kaum, so gut wie gar nicht – wer gefragt wird, mag es kaum freiwillig zugeben. Man macht sich schließlich selbst ein Bild, niemand lässt sich wirklich beeinflussen. Oder doch? Zur Bestätigung der getroffenen Entscheidung werden aber Bewertungen durchaus ernst genommen.

Pizza ja – aber kann man auch seinen Arbeitgeber bewerten?

Grundsätzlich gilt im Familienleben oft das Prinzip der nicht geäußerten Zufriedenheit durch Stillschweigen (vgl. Mittagessen am Sonntagstisch). Gilt das aber in noch der heutigen Zeit?

Passt das auch in das Arbeitsleben? Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können durchaus zugeben, dass es ihnen in ihrer Arbeit gefällt. Und natürlich kann man auch seine Erfahrungen weitergeben, wenn man das Unternehmen verlassen hat. Ist ja keinesfalls schlimm, wenn man selbst den Wunsch der Veränderung hat, denn nicht jede Trennung erfolgt im Zorn.

Die Angst, dass nur diejeningen eine Bewertung abgeben, die unzufrieden sind, kann ich nehmen. Seit sieben Jahren beurteilen Kolleginnen und Kollegen die Allianz Österreich als Arbeitgeber und spenden Lob und Kritik – gleichermaßen. Die Arbeitgeberbewertungsplattform ist definitiv kein Sammelplatz der Grantler.

Wie gehen wir in der Allianz Österreich mit Bewertungen um?

Auf viele Bewertungen auf kununu reagieren wir mit einer direkten Stellungnahme. Wenn wir dann von Kandidatinnen und Kandidaten im Bewerbungsgespräch hören, dass sie bei den Stellungnahmen sehen, wie unser Unternehmen mit Kritik umgeht, erkennen wir: Wir haben etwas richtig gemacht.

Die Allianz Österreich weist auf der Webseite oder bei der Kommunikation mit Bewerbern aktiv auf das Bewertungsportal kununu hin. Wir haben nichts zu verstecken. In vielen der Bewertungen bieten wir ein persönliches und vertrauliches Gespräch zur weiteren Klärung an. Hat aber noch selten stattgefunden.

 

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Wie gehen wir mit Fakes um?

Fakes kann es in zwei Richtungen geben. Hurra-Meldungen, wie gut und toll denn nicht alles im Unternehmen sei, sind ebenso problematisch wie „Trolls“, welche ihre Frustration einer suboptimalen Arbeitsbeziehung an verschiedenen Orten im www verarbeiten möchten. Beide Fakes können problematisch sein. Doch früher hat es auch einen Stammtisch oder einen Dorfbrunnen gegeben, an dem wilde Geschichten erzählt wurden. Der Dorfbrunnen ist größer und virtuell geworden. Authentische Arbeitgeber haben aber kein Problem mit Fakes.

Durch die Möglichkeiten von Bewertungsportalen hat die Allianz eine faire Möglichkeit, mit breiter Wirkung auf verschiedenen Bühnen im Netz zu reagieren und damit ein positives und authentisches Bild als attraktiver Arbeitgeber abzugeben.

Zurück zu meinem England-Aufenthalt: Nach einer Fahrt mit einem good-old-british Cab und der Ankunft im Hotel hat der Weg von der Rezeption zum Zimmer eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Stiegen rauf, runter, Gang entlang – diese Bewertung hat voll gepasst. Und dass die typisch englische Küche selten ein Genuss ist, weiß ich auch ohne Bewertungsplattform.

Wir freuen uns auf Ihre anonyme Rückmeldung zur Allianz als Arbeitgeber, die uns hilft, das Unternehmen authentisch zu präsentieren.

 

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