Viva España: Wenn eine Projektmitarbeit ins Ausland führt

Kristina hat es heuer schon mehrere Mal nach Spanien gezogen. Warum? Das hat sie mir erzählt. (c) Allianz, Kristina M.


28. Oktober 2016 / geposted in / 0 Kommentare / von Lisa Wissenwasser

Eigentlich sitzt Kristina im gleichen Stockwerk in der Allianz Generaldirektion wie ich. Beim tourlichen Gang zur Kaffeemaschine in der Früh und am Nachmittag laufen wir uns öfter über den Weg. Doch hin und wieder sehe ich in meinem News Feed auf Facebook dann, dass sie nicht aus Wien, sondern aus Spanien postet: Flug von Wien nach Madrid, Frühstück im Hotel, Abendessen im Hard Rock Café. Dass es sich dabei gar nicht um Urlaub handelt, wie ich fälschlicherweise (natürlich, wer hätte das nicht?) angenommen habe, habe ich erst später erfahren.

Österreich-Produkt goes international

Kristina arbeitet seit 2010 in der Allianz. Begonnen hat sie im Allianz Kundenservice: zuerst als Praktikantin im Call Center und dann als Lehrling im „Vertrag Schnellservice“, an das sich Kunden wenden können, wenn sie Fragen zu ihrem Vertrag haben.

Später hat die gebürtige Serbin in die Abteilung User Support/Anwenderbetreuung gewechselt. In ihrer jetzigen Funktion beschäftigt sie sich aber nicht mit den technischen Anliegen der österreichischen Kolleginnen und Kollegen, sondern steht in ständigem Kontakt mit Mitarbeitern von Allianz Global Assistance (einer Tochtergesellschaft des internationalen Allianz Konzerns, kurz AGA) im Ausland.

Denn nicht nur hierzulande wird das IT-System der Allianz angewendet: In Österreich wurde es zwar entwickelt, eingesetzt wird es mittlerweile aber in vielen Teilen der Welt, so zum Beispiel auch seit Kurzem in Spanien.

Fehlerbehebung vor Ort

Damit bei der Einführung des Systems alles glatt läuft, war Kristina von Anfang an als Projektverantwortliche seitens User Support mit dabei. Drei Mal ging es für sie deshalb dieses Jahr schon nach Madrid, wo die AGA in Spanien ihre Niederlassung hat.

Vor Ort kümmerte sie sich zum Beispiel um die schnelle Korrektur von Fehlern. Sie half aber auch den Userinnen und Usern bei der Vorbereitung von Fehlermeldungen und war vor allem unterstützende Hand, wenn Fragen aufgetreten sind. „Man kann die Leute auf diesem Weg mehr pushen, wenn etwas einmal nicht funktioniert“, sagt sie.

Eine solche Umsetzung beziehungsweise Systemeinführung ist anfangs mit vielen Unsicherheiten verbunden. „Ich habe gelernt, geduldig zu sein. Gerade zu Beginn, wenn in stressigen Momenten einmal Programmfehler auftauchen“, erzählt Kristina.

„Und dann muss man natürlich auch auf die Menschen eingehen und sich in sie hineinversetzen.“

Ihre früheren Erfahrungen im Allianz Kundenservice kommen ihr hier sehr zugute, vor allem was den Umgang mit Menschen betrifft.

Anderes Land, andere Sitten (oder Arbeitsgewohnheiten)

Wer bereits in Spanien war, weiß: Mit Österreich kann man das Land am Mittelmeer nicht unbedingt vergleichen. Sonne, südliche Mentalität und vor allem Siesta. Das hat Kristina auch bei ihren drei Aufenthalten in Madrid gemerkt.

Der Arbeitsbeginn wird von den spanischen Kolleginnen und Kollegen schon früher am Morgen eingeläutet als sie es von sich selbst in Österreich gewohnt war.

Und auch Lunch-Time sieht bei ihnen etwas anders aus: „Die Spanier nutzen ihre Mittagspause in vollen Zügen“, berichtet sie. „Bei uns beschränkt sich die Pause ja auf etwa eine halbe Stunde. Die verbringe ich dann in der hauseigenen Kantine und im Sommer wird noch kurz auf der Terrasse ein wenig Sonne getankt.“ Die Kollegen in Spanien hingegen würden meist außer Haus in einem netten Restaurant essen. „Da wird getratscht und geplaudert. Das kann dann auch schon mal etwas länger dauern.“

Feierabend ist dann aber trotzdem so gegen 15 Uhr, ein wenig ungewohnt für Kristina.„Um diese Uhrzeit geht’s bei uns in Österreich oft erst so richtig los“, erzählt sie.

„Es wird nie langweilig“

Ob es noch weitere Reisen nach Madrid geben wird, kann sie noch nicht sagen. Weil die Projekte so dynamisch sind und es daher stets Umgestaltungen geben kann, ist dies aber nicht auszuschließen. Flexibilität ist somit das A und O. Genau das macht für Kristina den Job so spannend:

„Es gibt immer Veränderungen, deswegen wird es nie langweilig.“

Sie haben Fragen zu Auslandsentsendung in der Allianz? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!

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