Allianz Stadion – der Rohbau steht!

© Allianz / Dietmar Türk


16. November 2015 / geposted in / 7 Kommentare / von Dietmar Türk

Prachtvolles Kaiserwetter, honorige Gäste, Super-Stimmung. Normalerweise fangen
ja nur Zeitungsberichte über irgendwelche Provinzfeierlichkeiten so kitschig an …

… aber am 12. November war es wirklich so. Rund 300 Gäste waren der Einladung zur Gleichenfeier des Allianz Stadions gefolgt, und schon beim Betreten der markanten Röhre hatte ich den Eindruck: Hier kennt jeder jeden. Vom Präsidenten bis hin zum ältesten Fan der Rapid-Vereinsgeschichte. Wie bei einer großen Geburtstagsfeier.

Hütteldorf. Heilige Erde – grünes Brot – blauer Adler

Der Vergleich drängt sich ja fast automatisch auf, schließlich sind seit dem Spatenstich auch neun Monate vergangen. Jetzt steht das Baby da, aber keineswegs auf zwei kleinen wackeligen Beinchen, sondern auf 48 monumentalen Hauptsäulen zu je 45 Tonnen.

Ein Riesenbaby, für das umfangreiche Vorbereitungen getroffen werden mussten. Auch wenn die Fertigteile wie ein riesiger Lego-Bausatz zusammengeschraubt sind – die brauchen schon eine tragfähige Unterlage. 5.500 Kubikmeter Fundamentbeton – das entspricht 615 Betonmischwagen – waren notwendig, um dem Bauwerk eine solide Basis zu geben. „Der Boden hier in Hütteldorf ist zwar heilige Erde, aber ein sehr schlechter Baugrund“, bringt Strabag Projektleiter Roman Hornischer die besonderen bautechnischen Herausforderungen auf den Punkt.

 

Andy Marek, seit 1992 Stadionsprecher des SK Rapid, moderierte gewohnt souverän die Veranstaltung, die mit einer Videobotschaft von Bundespräsident Heinz Fischer, selbst bekennender Rapid-Fan, eingeleitet wurde.
Den Gleichenspruch gab der jüngste Bauarbeiter zum Besten, leerte sein Glas ex, um es anschließend auf dem Boden zu zertrümmern – auf dass die Scherben Glück bringen mögen. Das „Gleichengebet“ von Rapid-Präsident Michael Krammer endete mit der launigen Bitte, Gott möge das Stadion nicht nur vor Wind und Wetter schützen – sondern auch vor Leuten, die nicht Rapidlerinnen und Rapidler sind.
Wie bei Gleichenfeiern üblich, durften natürlich auch Salz und Brot nicht fehlen. Letzteres in knalligem Rapid-Grün. Den Gästen schmeckte es trotzdem.

 

Neues Wahrzeichen für Wien

Für die Allianz hat das Stadion eine ganz besondere Bedeutung, betonte Allianz Vorstand Gerhard Bernard. „Die gemeinsamen Werte von Rapid und Allianz sollen sich in einem neuen Wahrzeichen für Wien verbinden: Tradition und Moderne. Namensgeber eines Sportstadions zu sein, hat auch eine bedeutende emotionale Komponente. Sport ist eine internationale Sprache und bringt Menschen mit unterschiedlichstem Hintergrund zusammen. Fußball spielt dabei eine ganz besondere Rolle.“

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich die Wege von Rapid und Allianz bautechnisch kreuzen. Denn im Jahr 1977 wurden für beide Seiten ganz wesentliche Gebäude eröffnet: die Generaldirektion der Allianz und das Gerhard Hanappi-Stadion für den SK Rapid.

Das eine Gebäude steht noch immer, das andere wird bei der Eröffnung im Juli 2016 in neuem Glanz erstrahlen.

Weitere Infos gibt es hier:

Stadion-Website

Allianz Stadion auf Facebook

Warum Wien bald ein Allianz Stadion hat

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7 Kommentare
  • Das Stadion wird im Juli 2016 eröffnet!

  • Das Allianz Stadion wird im Juli 2016 eröffnet!!!

  • Bin wirklich gespannt auf das Stadion. Freu mich schon riesig.

  • Lieber Herr Stör,
    wir freuen uns auch schon sehr – Sie können sich übrigens jederzeit auf https://www.facebook.com/allianzstadion/?fref=ts ein Bild vom Baufortschritt machen.

    Herzliche Grüße aus der AllianzBlog Redaktion,
    Kerstin Klement

  • Da muss ich unbedingt mal rein. Aber relativ klein für ein neues Fußballstadion, oder?

    • Hallo! Zum Thema Kapazität findet sich auf der Website folgende Erklärung:
      „Es werden sehr wahrscheinlich genau 24.288 Sitzplätze. Mehr Plätze sind nicht möglich, wenn man die bestehenden Widmungen und Vorschriften für den Standort so einhalten möchte, wie dies der SK Rapid tun will. Etwas mehr als zehn Prozent dieser Plätze sollen im hochpreisigen Segment beheimatet sein, sprich Business-Seats (2470), auch 40 VIP-Logen und zwei Eventlogen sind geplant.
      Bei internationalen Spielen sind ausnahmslos Sitzplätze erlaubt, für nationale Spiele behält sich der SK Rapid die bauliche Möglichkeit vor, den Bereich für die Heimfans auf Stehplätze umzurüsten, was eine Erhöhung der Gesamtkapazität auf 28.345 Plätze bedeuten würde.“
      Sportliche Grüße!
      Josef Glatzl
      Allianz Unternehmenskommunikation

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